Wie können wir uns den kleinen Zwingli vorstellen, vierjährig oder sechsjährig, wie wuchs der junge Mann am Ende des 15. Jahrhunderts auf, als Kind mit sieben Geschwistern in Wildhaus, das später die Kirche und den Staat aus den Angeln hob? Es ist die Zeit epochaler Umbrüche. Schauspieler und Musiker Jürg Kienberger versetzt sich in die Wahrnehmung und Welt des musikbegeisterten Zwingli und zeichnet eine fiktive Biografie Zwinglis und seinen anfangs widerwillig beschrittenen Weg zum Reformator nach. «Play it again, Zwingli!», das ist der Ton des Abends. Auf der Bühne stehen Klavier, Hackbrett und Liliput-Orgel, eine Flöte und eine Spieldose sind auch dabei. In Kienbergers Programm tönt Zwinglis Kindheit nicht nur nach Choral. Pink Floyd und Bob Dylan sind auch dabei… Eine höchst unterhaltsame musikalisch leichtfüssige Hommage an eine aussergewöhnliche Persönlichkeit.

Von und mit Jürg Kienberger – Regie: Claudia Carigiet

Eine Produktion in Zusammenarbeit mit dem Theater Neumarkt, Zürich im Rahmen von ZH-REFORMATION.CH“

Biografie: Jürg Kienberger -1958 in Sils-Maria geboren.

Musiker, Theater-Schauspieler, Sänger, Kabarettist.
Als jüngstes Kind der Hotelierfamilie im legendären „Waldhaus“ aufwachsend, hört Jürg Kienberger täglich Life-Musik. Das Hotelorchester spielt sozusagen bei ihm zu Hause und erfüllt seine neugierigen Ohren mit unzähligen Kaffeehaus-Melodien.

Nach abgebrochenem Germanistikstudium und grössten Teils autodidaktischem Erlernen seines heutigen Berufes, arbeitet der Musikspieler Jürg Kienberger seit 1984 meist freischaffend an verschiedenen Theaterhäusern u.a. in Zürich, Basel, Berlin und Hamburg. Zusammen mit Christoph Marthaler erarbeitet er an die 30 Theater- und Opernabende an den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen, an der Pariser Oper, in Avignon und Grönland.

Mit seiner Frau Claudia Carigiet erfindet er Abende wie „Menschsein macht müde“, „Ich bin ja so allein“, „Ich Biene – ergo summ“ und „Ich bin zum Glück zu zweit“.

Er komponiert die Musik zum Einsiedler Welttheater, zu den Tellspielen in Altdorf und wird mit dem „Salzburger Ehrenstier 2011“ und dem „Schweizer Kleinkunstpreis 2014“ ausgezeichnet.

Pressestimmen:
«Unter der verspielten Oberfläche liegt Hintersinn und eine Sternstunde der Musik.» NZZ

«Herrgottsack! Eine bessere Musik für die Reformation heute gibt es nicht.» Tages Anzeiger

«„….das Beste, was man über Herrn Kienberger sagen kann, über einen der grossen musikalischen Komiker in monologischen Zeiten: Wenn er spielt, fehlt uns was. Wenn er nicht spielt, fehlt noch mehr… » DIE ZEIT

Weitere Informationen:
www.juergkienberger.ch