Ein Ehepaar wünscht sich seit Langem ein Kind. Als die Frau endlich in andere Umstände kommt, erblickt sie eines Tages im Garten ihrer Nachbarin, einer Zauberin herrlich frische Rapunzel (eine alte Bezeichnung für Nüsslisalat). Sie fleht ihren Mann an, ihr heimlich etwas davon zu besorgen. Beim nächtlichen Diebstahl wird er von der Zauberin ertappt. Sie nimmt das Versprechen ab, das ungeborene Kind zu bekommen, dafür darf er am Leben bleiben und so viel Rapunzel mitnehmen, wie er tragen kann. Gleich nach der Geburt holt sie das Kind ab und nennt es fortan Rapunzel. Unter ihrer Obhut wächst Rapunzel zum schönsten Mädchen unter der Sonne heran, mit langen, goldenen Haaren. Als Rapunzel zwölf Jahre alt wird, interessieren sich die Burschen für sie. Das passte der Zauberin gar nicht, sie sperrt Rapunzel im tiefen Wald in einen hohen Turm ohne Tür und Treppe. Täglich besucht Frau Gothel Rapunzel im Turm und bringt ihr zu essen mit. Um in den Turm zu gelangen, ruft sie: «Rapunzel, Rapunzel, lah Dini Haar abe!», worauf Rapunzel ihren langen, goldenen Zopf herunter lässt, um die Zauberin daran hochzuziehen. Doch eines Tages kommt ein junger Königssohn…

Biografie:
Das Märlitheater Zürich (Verein Schweizer Kinder- und Jugendtheater) realisiert jedes Jahr ein neues, kindgerechtes, sorgfältig produziertes Dialektmärli in zauberhaften Bühnenbildern, stilvollen Kostümen, mit eigens komponierter Musik und Profi- Schauspielern. Mehrfach wurden Produktionen des Märlitheaters Zürich mit dem Förderpreis „S’goldig Chrönli“ augezeichnet. Diese Auszeichnung wird für besonders empfehlenswerte Dialekt-Produktionen vergeben.

www.maerli-theater.ch